Immobilienmakler

Immobilienmakler

Lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler? Worauf soll man dabei achten? Wie hoch sind die Maklerkosten? Wie lange läuft ein Maklervertrag? Wir beantworten die üblichen Fragen hinsichtlich des Verkaufes über einen Makler…

Benötige ich für den Immobilienverkauf einen Makler?

Natürlich besteht die Möglichkeit Ihre Immobilie selbst und somit auf privaten Weg zu verkaufen. Jedoch sollte einem bewusst sein, was dies bedeutet und worauf man sich einstellen muss. Immerhin bietet ein professioneller Immobilienmakler entscheidende Vorteile beim Verkauf und man spart sich unter Umständen Stress und Ärger.

Neben dem Objekt an sich, gibt es entscheidende Kriterien für einen guten Verkauf.

  • ein realistischer Verkaufspreis
  • eine gute Aufbereitung
  • eine breite und vollflächige Vermarktung
  • professionelle und zeitlich flexible Besichtigungen
  • gutes Verhandlungsgeschickt
  • professionelle Abwicklung der vertraglichen Details

Ein professioneller Immobilienmakler liefert Ihnen in der Regel all diese Punkte in einem Gesamtpaket. Dies spart Ihnen eine Menge Arbeit und zusätzlich kann ein professionelles Zusammenspiel aller genannten Kriterien in vielen Fällen, durchaus einen Preisunterschied von mehreren Zehntausend Euro bedeuten. Dadurch amortisieren sich die Maklergebühren in der Regel von selbst. Der Aufwand für den professionellen Verkauf einer Immobilie bewegt sich im Normalfall in einem Bereich zwischen 100 und 300 Stunden Arbeit und zudem muss einem bewusst sein, dass gerade bei Besichtigungsterminen entscheidend ist, flexibel zu sein und dann Termine zu machen, wann die Interessenten Zeit haben. Im Schnitt bedarf es in Summe zwischen 20 und 30 Besichtigungsterminen für den Verkauf einer Immobilie, ein professioneller Immobilienmakler kann hier meist deutlich schneller reagieren.

Sofern Sie also Zeit haben, flexibel sind, ein gewisses Verkaufstalent mit sich bringen und in der Lage sind, Inserate, Fotos und Co. professionell aufzubereiten, spricht grundsätzlich nichts gegen den privaten Verkauf. Bei einem sehr starken persönlichen Bezug zum Objekt, raten wir von einem privaten Verkauf ab, da es leider sehr viele Suchende gibt, die kein gutes Haar an manchen Immobilien lassen.

Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit einem Immobilienbüro oder mit einem Immobilienmakler entscheiden, achten Sie darauf, wirklich auf einen professionellen Partner zu setzen.
Hat dieser entsprechende Erfahrung? Hat der Partner einen guten Ruf? Achten Sie bei der Auswahl eines Profis in jedem Fall auch darauf, dass dieser auch am Wochenende und abends Termine wahrnimmt. Wie bereits erwähnt: Flexibel zu sein, ist das A und O beim Verkauf einer Immobilie.

Wichtig!

Entscheiden Sie sich für einen der beiden Wege (Privatverkauf oder Verkauf mittels Makler) und behalten Sie diesen bei. Der Immobilienmarkt steht unter ständiger Beobachtung der Suchenden. Das heißt kaum ein Inserat ist unbekannt. Und folglich, wird ein „Kurswechsel“ definitiv bemerkt, was zur Folge hat, dass Interessenten davon ausgehen werden, dass das Objekt schwierig zu verkaufen ist, wenn man es beispielsweise zuerst privat versucht und später über einen Makler zum Verkauf anbietet. Dies hat dann in der Regel zur Folge, dass man in erster Linie „Preisdrücker“ anzieht.

Wie hoch sind die Maklerkosten?

Maklerkosten sind grundsätzlich individuell vereinbar. Die gesetzliche und auch übliche Variante sind 3% + Ust von Käufer und Verkäuferseite. Professionelle Büros beziehen die „Schwierigkeit“ des Verkaufes als Basis für die Festlegung der Vermittlungsprovision heran.

Maklerkosten sind grundsätzlich nur im Erfolgsfall zu bezahlen. Das bedetet, kann der Immobilienmakler Ihre Vorstellungen nicht erfüllen und keinen Verkauf erzielen, so sind auch keine Gebühren fällig und der Makler steigt ohne Ertrag aus.

Folglich ist das oberste Ziel eines Immobilienmaklers, ein Objekt auch erfolgreich zu verkaufen.

Wichtig!

Ein Immobilienmakler ist „nur“ Ihr verlängerter Arm.

Das heißt, er führt die Tätigkeiten durch, vermarktet das Objekt und handelt Angebote mit Kaufinteressenten aus, die letztendliche Verkaufsentscheidung treffen Sie als Eigentümer aber allein. So kann es auch sein, dass ein möglicher Bestbieter nicht den Zuschlag bekommt, weil er den Eigentümern vielleicht nicht sympathisch ist.

Wie lange läuft ein Maklervertrag?

Die Dauer eines Maklervertrages oder auch Alleinvermittlungsvertrags ist grundsätzlich individuell vereinbar. Als Richtwert sollte 6 Monate als Dauer sinnvoll sein.

Sofern Sie mit einem Makler zusammenarbeiten, welcher eine professionelle Arbeit und eine professionelle Vermarktung leistet, raten wir von einem Maklerwechsel grundsätzlich ab. Auch ein anderer Immobilienmakler kocht lediglich mit Wasser und hat dieselben Werkzeuge zur Verfügung, wie Ihr bestehender. Hier ist es definitiv sinnvoller, den Makler zu behalten und beispielsweise das Objekt für ein oder zwei Wochen oder einen Monat aus dem Netz zu nehmen und mit neuen Fotos wiedereinzustellen.

Generell sollten Sie bei einem längeren Verkauf darauf achten, dass Ihr Makler das Objekt immer wieder nach vorne reiht. Dies ist ein wichtiger Schlüssel, da durch das große Überangebot im Netz Ihr Objekt sonst schnell auf den hinteren Ergebnisseiten der Suchplattformen landet. Vermeiden Sie auf jeden Fall den Verkauf durch mehrere Makler gleichzeitig. Dies erweckt eher den Eindruck, dass der Verkauf schwierig ist und es irgendwelche Probleme mit der Immobilie gibt, oder der Preis zu hoch ist.